Der "richtige" Neufundländer! Nur eine Frage des Preises ?
Ein Neufundländerwelpe hat natürlich seinen Preis.
Die meisten Welpeninteressenten haben sich im Vorfeld schon bestens über die
Rasse informiert und sind mit den Preisen (diese liegen bei Züchtern zwischen
1000,00 € - 1400,00 €) bestens vertraut.
Für all diejenigen, bei denen sich nach Bekanntgabe des Preises Enttäuschung und Unmut breit machen, über die wie sie meinen überzogenen Preisvorstellung für einen Neufundländerwelpen, habe ich mich entschieden einmal näher darauf eingehen.
Neufundländerwelpen großzuziehen bedeutet nicht nur sehr viel Zeit, Liebe und Arbeit zu investieren,
sondern eine ordentliche Zucht ist auch mit einem erheblichen Kostenaufwand verbunden. Diese Kosten wird ein seriöser Züchter natürlich nicht scheuen, denn er übernimmt die Verantwortung für seine kleinen Racker und damit wird er alles Mögliche tun, um ihnen einen optimalen Start in ein möglichst langes, gesundes und glückliches Neufundländerleben zu ermöglichen.
Ein seriöser Neufundländerzüchter ist Mitglied in einem Neufundländer- oder Rassehundeverein und bevor dort der Zwingername gegen eine Gebühr geschützt wird, muss ein angehender Züchter erstmal ein eintägiges Zuchtseminar besuchen. Mit Genehmigung des Zwingerschutz hat er sich an die vom Verein vorgeschriebenen Zuchtbedingungen zu halten und diese erfordern von angehenden Zuchttieren (egal ob Rüde oder Hündin) verschiedene Vorsorgeuntersuchungen, Zuchtzulassungsprüfung sowie das besuchen von Hundeausstellungen.
Natürlich investiert ein verantwortungsbewusster Züchter gerne in die vom Verein geforderten Untersuchungen HD und ED, Cystinurie-Test sowie darüber hinaus freiwillig auch in nicht vorgeschriebene Untersuchungen wie z.B. die Herzuntersuchung und OCD.
Sind dann alle geforderten Vorsorgeuntersuchungen sowie die Zuchttauglichkeitsprüfung gemacht und erfüllen diese die Zuchtbestimmungen des Vereins, wird die Zuchtzulassung erteilt. Dann kann sich der Züchter auf die Suche nach einem geeigneten Deckrüden machen, vorausgesetzt die Hündin ist mindestens 22 Monate alt. Dafür nimmt er auch Entfernungen von mehreren hundert Kilometer gerne auf sich, denn nicht immer hat man den geeigneten Deckrüden direkt vor der Haustür.
Sind die Welpen geboren strapaziert
dies den Geldbeutel eines Züchters merklich. Der Futterbedarf für die junge
Familie steigt mit zunehmendem Alter erheblich und im Futtermittelhandel reibt
man sich die Hände wenn man zur Tür herein kommt. Natürlich geht auch der
Tierarzt nicht leer aus, denn die Gesundheitsvorsorge, mehrmalige Entwurmungen
von Welpen und Mutterhündin, Impfungen und Chippen der Welpen verschlingen eine
menge Euros. Den Deckrüdenbesitzer dürfen wir nicht vergessen, er ist sicherlich
ebenso stolz auf den Nachwuchs seines Rüden wie der Züchter und dafür möchte er
natürlich seine Deckgebühr ausgezahlt haben. Ach Ja! Wir reden ja von einem
Neufundländer aus der Zucht eines registrierten Züchters. Da wird der Wurf im
Alter von 8 - 9 Wochen vom Zuchtwart des Vereins abgenommen (gegen Entgeld
versteht sich), nach dessen Wurfabnahmebericht werden die Welpen in das
Zuchtbuch des Vereins eingetragen und für jeden Welpen einen Ahnentafel (gegen
Gebühr) ausgestellt.
Sich für einen Welpen zu entscheiden bedarf ausreichender Überlegung und sollte mit der ganzen Familie gemeinsam entschieden werden, denn immerhin wird ein Neufundländer die nächsten 10 – 14 Jahre sein Leben als Familienmitglied mit Ihnen teilen.
Nehmen Sie sich daher Zeit für die Entscheidung denn es gibt sehr große Unterschiede zwischen seriösen, verantwortungsvollen Züchtern und so genannten Vermehrern, die keinen Wert auf ein verantwortungsvolles Zuchtprogramm legen. So genannte Vermehrer bieten Ihre Welpen mit und ohne Papiere an, bei einem seriösen Züchter ist das unvorstellbar.
Ein verantwortungsvoller Züchter wird Ihnen unaufgefordert alle Welpen und die Mutter zeigen die sich in einem guten und gepflegten Zustand präsentieren. Die Welpen sind gut sozialisiert, menschenbezogen, freundlich und neugierig. Er zeigt Ihnen wo die keinen Racker aufwachsen und er wird sich dafür Interessieren wie und wo Sie wohnen. Man wird Sie nicht zum Kauf eines Welpen drängen, wenn Sie sich entschieden haben wird er Ihnen anbieten Ihren kleinen Liebling bis zur Abgabe mehrmals zu besuchen und er wird für seine Welpenkäufer immer ein kompetenter Ansprechpartner sein. Auch werden Sie dort Hunde finden, die altersbedingt nicht mehr in der Zucht stehen. Diese Hunde genießen Ihren Ruhestand in der Familie mit vielen Sonderprivilegien und werden nicht einfach abgeschoben weil Sie alt sind und evtl. mit höheren Tierarztkosten zu rechnen ist.
Für Ihre Entscheidung einen Welpen bei sich aufzunehmen sollten Sie einen guten Gesamteindruck von den Welpen wie auch vom Züchter mitnehmen.
Das alles hat natürlich seinen Preis!
Wer aber bei seiner Kaufentscheidung ausschließlich auf den Preis schaut, unterstützt Massenzüchter, die mit Dumpingpreisen einen florierenden Welpenabsatz haben. Leider findet mit dem Kauf eines Welpen, aus diesen Massenproduktionen, die in der Regel weder entwurmt noch geimpft, oftmals krank sind und viel zu früh von Ihrer Mutter getrennt werden das Leid und Elend der Welpen und besonders der Hündinnen, die dort durch permanente Welpenproduktion bis an Ihr Lebensende ausgebeutet werden nie ein Ende.
Wollen Sie das wirklich unterstützen?
Hierzu habe ich noch folgende interessante Links gefunden!
www.zzf.de/tips/artikel/153.html
Aktion: Wühltischwelpen - nein Danke!
Tasso Newsletter vom 09.12.2009 im Original übernommen
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TASSO-Newsletter |
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Aktion:
Wühltischwelpen - nein Danke! |
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Der Handel mit unschuldigen, viel zu früh von der Mutter getrennten Welpen ist ein äußerst lukratives Geschäft für unseriöse Händler und Hundevermehrer in ganz Europa. Auf Bestellung werden Moderassen aller Art und Größe gezielt für den Markt produziert und zu einem Bruchteil des martküblichen Preises auf Märkten, dunklen Hinterhöfen und Parkplätzen verramscht. Mitleid, Unwissenheit und Schleuderpreise sind die drei Gründe, warum sich jemand dazu hinreißen lässt, ein Tier zu weit unter dem üblichen Preis zu kaufen. Leider ist Deutschland innerhalb Europas das Hauptabnehmerland für den Hundehandel. Mit jedem Welpen, der gekauft wird, wird das Geschäft mit dem Leid der Tiere erst richtig angeheizt. Fast immer zeigt der Hund dann schon wenige Wochen nach dem Kauf die ersten Krankheitssymptome oder wird verhaltensauffällig. Oft überlebt er keine 12 Monate. TASSO, der ETN und der bmt haben die Aktion "Wühltischwelpen – nein Danke!" ins Leben gerufen, an der sich jeder Tierfreund beteiligen sollte. Denn nur wenn potentielle Käufer über das Ausmaß des unseriösen, grausamen Hundehandels aufgeklärt sind, geht die Nachfrage zurück. Und wo keine Nachfrage herrscht, gibt es auch kein Angebot. Unter www.tasso.net können Sie Folgendes tun: Fordern Sie unsere kostenlosen Aufklärungskarten zum Verteilen an andere Hundefreunde an. Machen Sie sich selbst ein Bild von der Grausamkeit und sehen Sie sich auf der TASSO-Seite den Film des ETN zum Thema an. Berichten Sie uns, wenn Sie betroffen sind. Holen Sie sich Tipps, wenn Sie rechtlich gegen unseriösen Welpenhandel vorgehen möchten. Lesen Sie sich zu Ihrem eigenen Schutz das Positionspapier von TASSO, ETN und bmt auf der TASSO-Homepage durch, wenn Sie planen, sich einen Hund zu kaufen. Unseriöse Händler gibt es auch im Internet.
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TASSO
e.V. |
Tasso Newsletter vom 26.08.2009 im Original übernommen
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TASSO-Newsletter
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Das schmutzige Geschäft mit der Ware Hund |
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Das Angebot an
jungen Hunden jeder Rasse, Farbe und Größe zu Dumpingpreisen aus unseren
Nachbarländern übersteigt die Nachfrage bei weitem und wächst fast
monatlich. Dabei kommen die halb verhungerten, ausgemergelten, durch ganz
Europa gekarrten und viel zu früh von der Mutter getrennten Tiere nicht mehr
nur aus Osteuropa, wie man früher dachte. Belgien und die Niederlande sind
jüngst der Umschlagplatz Nummer 1, weil es so viel seriöser klingt.
Deutschland ist leider das Hauptabnehmerland für diesen tierschutzwidrigen
Handel. Die Massenproduktion der Welpen – überwiegend in Osteuropa – unter
schlimmsten Bedingungen, ohne Licht und zusammengepfercht auf engstem Raum
kostet in den „Erzeugerländern” nur zirka 30,- Euro pro Tier. In den
Abnehmerländern werden die Tiere dann „günstig” für einige hundert Euro
angeboten, was meist immer noch weniger als die Hälfte des marktüblichen
Preises ist. Die Tiere sind oft nicht geimpft und entwurmt und werden
deswegen oft schon mit tödlichen Krankheiten verkauft. Darüber hinaus sind
Welpen, die nicht wenigstens 8 Wochen bei ihrer Mutter waren, kaum
sozialisiert. Schwere Verhaltensstörungen wie Dauerkläffen, Angstbeißen und
Aggressionen sind nur einige der Probleme mit denen sich die neuen
Hundebesitzer dann konfrontiert sehen - wenn das Tier die ersten Monate
überhaupt überlebt. |
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